Landi-Stuhl: Geschichte, Konstruktion und Originalität

Was ist der Landi-Stuhl?

Der Landi-Stuhl ist ein 1938 von Hans Coray für die Schweizerische Landesausstellung 1939 entworfener Aluminiumstuhl. Seine gelochte, leicht federnde Sitzschale, das leichte Profilgestell und die Stapelbarkeit verbinden industrielle Fertigung mit Anforderungen an ein wetterbeständiges Freilandmöbel.

Landi-Stuhl: Geschichte, Konstruktion und Originalität [Bildinhalt mit KI erstellt]
Landi-Stuhl: Geschichte, Konstruktion und Originalität [Bildinhalt mit KI erstellt]

Das Wichtigste in Kürze

Entwurf Hans Coray, 1938
Anlass Schweizerische Landesausstellung 1939
Material Geformtes, gelochtes und eloxiertes Aluminium
Funktion Leicht, stapelbar und für draußen entwickelt

Wie ist er konstruiert?

Die Sitzschale wird aus Aluminiumblech geformt und gelocht. Das Lochbild reduziert Gewicht, beeinflusst Steifigkeit und lässt Wasser ablaufen. Untergestell und Armlehnen bestehen aus Aluminiumprofilen; Gleiter schützen Boden und Möbel.

Konstruktionsmerkmale

Merkmal Funktion
Lochung Leichtigkeit, Steifigkeit und Wasserablauf
Aluminium Geringes Gewicht und Korrosionsbeständigkeit
Gewölbte Schale Elastischer Sitzkomfort
Stapelbarkeit Effizienter Transport und Lagerung

Historischer Kontext

Die „Landi“ verlangte große Mengen mobiler Außenbestuhlung. Aluminium war zugleich modernes Material und wichtiges Schweizer Industrieprodukt. Corays Entwurf wurde dadurch zum Beispiel für sachliche, materialgerechte Gestaltung der Moderne. Transport, Stapelung und Witterung wurden nicht nachträglich ergänzt, sondern prägten die Form von Beginn an.

Originalität und Ausführungen

Produktionsserien, Hersteller, Details und Oberflächen können variieren. Kennzeichnungen, Proportionen, Befestigungen und Provenienz gemeinsam prüfen. Eine gelochte Aluminiumschale allein macht keinen Original-Landi-Stuhl.

Sitzkomfort und Nutzung

Die flexible Schale gibt leicht nach, bleibt aber ein ungepolsterter Stuhl. Körpermaße und Sitzdauer berücksichtigen. Historische Exemplare vor Belastung auf Risse, lockere Verbindungen und Materialermüdung prüfen.

Pflege und Lagerung

Mit mildem Mittel reinigen und abrasive Polituren vermeiden. Kontaktkorrosion durch ungeeignete Metallkombinationen beachten. Stapel nur mit intakten Gleitern bilden und wertvolle Stücke trotz ursprünglicher Außeneignung geschützt lagern.

Häufige Fragen

Warum heißt er Landi-Stuhl?

Nach der umgangssprachlich „Landi“ genannten Landesausstellung von 1939.

Ist er aus einem Stück?

Nein, geformte Sitzschale und Profilgestell sind miteinander verbunden.

Kann ein Original draußen stehen?

Historische Stücke sollten aus konservatorischen Gründen nicht dauerhaft bewittert werden.

Quellen

Bitte Klicken für eine Bewertung!
[Total: 1 Average: 5]

Mehr anzeigen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"